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Deutsche Pokal-Mannschafts-Meisterschaft: Hansa zieht ins Viertelfinale ein Drucken E-Mail
Geschrieben von: Olaf Heinzel   
Montag, den 22. Februar 2010 um 17:51 Uhr
SG Solingen wird im Blitz-Stichkampf bezwungen

Am Wochenende hatte der SC Hansa die Bundesligavereine SG Trier und SG Aljechin Solingen sowie den Oberligisten Union Oldenburg im Westfalen-Kolleg zu Gast. Gespielt wurde die Zwischenrunde in der Deutschen Pokal-Mannschafts-Meisterschaft (DPMM), an 4 Brettern. Von der Papierform der Spieler, welche tatsächlich vor Ort gewesen sind, standen Hansa und Solingen in der Favoritenrolle. Unter der souveränen Leistung des Schiedsrichters Klaus Löffelbein durfte Glücksfee Erich Strauß die Paarungen ziehen. Und er hatte ein glückliches Händchen. Trier-Solingen und Oldenburg-Hansa hießen die Paarungen.

Am Samstag lösten wir unsere Aufgabe mit der Aufstellung GM Hedinn Steingrimsson (ELO 2532), IM Bernd Kohlweyer (2448), IM Olaf Heinzel (2331) und FM Hans Werner Ackermann (2311). Nach etwas mehr als 1 Stunde Spielzeit gab Bernd seine höhepunktarme Partie gegen Berthold Wittje (2266) mit den schwarzen Steinen remis. Zu diesem Zeitpunkt stand Hedinn gegen IM Martin Breutigam (2391) bereits besser. Ich selbst hatte die Weichen gegen Heiko Warns (2149) bereits auf Sieg gestellt und Hans Werner hatte gegen Hartmut Bürckner (2172) keine Probleme.

Kurze Zeit später brachte ich Hansa dann auch auf dem Papier in Führung. Hedinn baute seinen Vorteil souverän aus und nach fast 4 Stunden war der Sieg dann unter Dach und Fach gebracht. Den Schlusspunkt setze Hans Werner, der den Endstand von 3,5 zu 0,5 in den letzten Spielminuten besiegelte.

Da Solingen seine Aufgabe ebenso locker bewältigte, kam es am Sonntag um 9 Uhr zum altbekannten Duell. Da wir im letzten Jahr erst im 2. Blitz-Stichkampf an den Klingenstädter knapp gescheitert waren, hatten wir noch eine Rechnung offen. Unsere Aufstellung änderte sich gegenüber Samstag drastisch. Hedinn führte auch weiterhin das Team an. Aber neben ihm vertraten unseren Verein IM Thomas Henrichs (2471), Frank Karger (2245) und IM Olaf Wegener (2405).

Das Resultat war eigentlich vorgezeichnet, 2:2, Remisen an allen 4 Brettern, nach 4,5 Stunden ging dann auch die letzte, noch laufende Partie unentschieden aus.

Das erste Remis steuerte Frank gegen IM Markus Schäfer (2390) bei. Ohne große Probleme hielt er die Partie mit Schwarz immer ausgeglichen. Kurz nach ihm, nach 3,5 Stunden Spielzeit, remisierte Olaf Wegener gegen FM Thomas Michalczak (2363).

In der Zeitnotphase verloren unsere Spitzenbretter etwas den roten Faden. Hedinn verwandelte seine leicht bessere Stellung in eine leicht schlechter. Thomas musste gegen IM Lorenz Drabke (2439) mit einem Minusbauern um die Punkteteilung kämpfen. Doch beide konnten ihre Stellung dann ohne größere Mühen und dank ihrer Spielstärke zum Remis führen.

Nach einer 15-minütigen Pause begann der Showdown: Blitzpartien mit vertauschten Farben.

Nachdem Olaf Wegener seine kleinen Eröffnungsprobleme gelöst hatte, wirbelte sein schwarzes Läuferpaar über das Brett. 1-0 für Hansa.
Ein Remis wurde am 3. Brett beigesteuert: eine sehr gute Leistung von Frank Karger, der als einziger Spieler der klare Underdog  - jedenfalls auf dem Papier gegen IM Markus Schäfer -  war.

Großmeisterliches tat sich am Spitzenbrett. Hedinn Steingrimsson setzte mit  Schwarz seinen Gegner IM Jörg Wegerle (2450) von Anfang an unter Druck. Gegen Ende der Partie kam dann neben dem Stellungsdruck auch noch der Zeitdruck hinzu: Sieg und damit der Einzug ins Viertelfinale! Der Verlust von Thomas Henrichs viel danach nicht mehr ins Gewicht.

Danach viel der gesamte Druck von unserem isländischen Großmeister ab: Hedinn umarmte  alle Hanseaten und bedankte sich bei ihnen. Ein Grund für diesen ungewohnten Gefühlsausbruch des sympathischen Isländers war die Tatsache, dass er bei dem letztjährigen 4er-Pokal-Aus gegen Solingen den Sieg sowohl in der Turnierpartie, als auch im finalen Blitzentscheid vergab und dieses traumatische Erlebnis schon wieder auf sich zu kommen sah. Aber zum Glück hat es sich nicht wiederholt und so konnten alle Vorort dieses herzliche Ereignis erleben! Fantastisch, Hedinn!

Allen am Wochenende beteiligten Spielern  - Hedinn Steingrimsson, Thomas Henrichs, Bernd Kohlweyer, Olaf Wegener, Olaf Heinzel, Hans Werner Ackermann und Frank Karger -  gebührt ein herzlicher Glückwunsch und ein großes Dankeschön. Der Einzug in die Runde der letzten 8 ist ein weiterer großer Erfolg unseres Clubs.

Die gesamten Ergebnisse der Zwischenrunde kann man unter http://www.schachbund.de/chronik/meister/dpmm/2010/index.html#zr nachsehen.

Der 1. Vorsitzende, Andreas Warsitz wünscht sich für den 27. März den Deutschen Meister aus Baden-Baden oder die Vertretung der SG Porz, am besten im heimischen Westfalen-Kolleg, um den Vereinsmitgliedern und der Schachgemeinschaft Dortmund großmeisterliches Spitzenschach bieten zu können.

Zuletzt aktualisiert am Montag, den 01. März 2010 um 13:48 Uhr